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Aufstieg des Tages

Neuruppiner kehren in Radball-Oberliga zurück

Aufstieg: André Nagel spielt künftig mit Partner Jens Dreschler wieder in der Oberliga.

Ludwigsfelde (gü) Die Radball-Oldies des Ruppiner Radsportclubs, André Nagel und Jens Dreschler, haben am fünften Spieltag der Verbandsliga den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht.

Nach den drei Siegen beim Turnier in Ludwigsfelde können die Neuruppiner, die das zweite Team des RRC bilden, nicht mehr von einem der drei ersten Plätze verdrängt werden.

Als Spitzenreiter haben Nagel/Dreschler vor dem sechsten und letzten Turnier am 27. Mai nunmehr 17 Zähler Vorsprung auf den Vierten. Ein Jahr nach dem Abstieg kehren sie in die Oberliga zurück.

© Ruppiner Anzeiger


Neuruppiner Spitzenteam holt vier Punkte

Ohne Hand am Lenker: Ein Meister auf dem Rad ist Olaf Lukaszewicz zweifelsohne. In dieser Szene hielt der Neuruppiner den Schuss des Gegners aus Brandenburg und klemmte für einen Augenblick den Lenker an den Oberschenkel. Die etwa 600 Gramm schwere Hanfkugel hielt er.

Neuruppin (maha) Aus seinem Heimspiel kam das Spitzenteam des Ruppiner Radsportclubs am Sonnabend mit vier Punkten. Möglich waren aus vier Partien zwölf.

Doch für Benjamin Trester und Olaf Lukaszewicz geht es in dieser Oberligasaison um nichts mehr. Absteigen können die Beiden nicht, nach vorn hin ist ebenso kein Sprung zu erwarten.

Los ging es für die Neuruppiner zwar mit einer Führung gegen Brandenburg II. Doch der Tabellenzweite kippte die Partie noch. Es folgten für den RRC I ein 5:5 gegen Ludwigsfelde I, ein 8:2 gegen Ludwigsfelde III sowie eine 2:5-Niederlage gegen das Berliner Team.

Sportwart Torsten Nagel: "Das ist zwar eine geringe Ausbeute, doch die Luft ist eben raus."

Ein Spieltag steht noch aus. Trester/Luskaszewicz werden das "Ding in Ludwigsfelde am 20. Mai entspannt durchziehen", zeigt sich Torsten Nagel überzeugt.

Der RRC konzentriert sich auf das Relegationstunier zur Verbandsliga, in dem er mit zwei Mannschaften angreifen will.

Und laut Nagel laufen die Planungen an, welche Teams im Pokal des Landesverbandes antreten wollen. Startberechtigt sind alle - also das Oberligateam ebenso wie die drei aus der Landesliga.

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Referee des Tages

Radballer Torsten Nagel legt einen Spagat hin

Schiedsrichter: Torsten Nagel stellte sich kurzerhand als Referee zur Verfügung.

Neuruppin (maha) Eigentlich war Torsten Nagel am Sonnabend nur in der Sporthalle der Neuruppiner Karl-Liebknecht-Schule, weil er Fahrräder aus dem Depot des Ruppiner Radsportclubs (RRC) holen wollte.

Er benötigte sie für einen Programmpunkt des Fahrrad-Tages in der Kernstadt. Nagel sollte den Besuchern des Festes seinen Sport mit praktischen Vorführungen etwas näher bringen.

Doch bei seiner Stippvisite in der Sporthalle angesprochen, wurder der Jugendleiter des RRC gleich vom Turnierleiter verpflichtet: Ein Schiedsrichter wurde fürs Eröffnungsspiel des Oberlig-Turniers gesucht.

Wohlwissend, dass Torsten Nagel nicht Nein sagen kann, wenn es um Radball geht, war er von Norbert Schliebner verdonnert und hatte er kurz darauf die Pfeife am und im Mund. Nicht nur die Viertelstunde knapste er sich von seiner Zeit ab, sondern blieb auch noch in der Halle, um den Auftritt des RRC-Spitzenteams zu verfolgen.

Dann drängte jedoch die Zeit und los ging's in die Stadt. Solange er in der Halle war, führte seine Mannschaft. Er verließ die Halle und schon kippte die Partie.

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RRC stellt zwei Teams in der Relegation

Fünftes Vereinsduo foppt jüngere Radballer

Neuruppin (maha) Neuruppins Landesliga-Radballer spielen weiterhin am Erreichbaren für diese Saison. Sie setzten sich am Sonnabend im Heimturnier nicht nur durch, sie führen die Tabelle jetzt uneinholbar an, sodass sich zwei der drei RRC-Teams für das Relegationsturnier um den Aufstieg in die Verbandsliga qualifiziert hat.

Dass lediglich vier Mannschaften am vierten Spieltag in der Neuruppiner Karl-Liebknecht-Schule antraten, lag an zwei Absagen: Sowohl eine Mannschaft aus Hennigsdorf als auch die Mühlenbecker meldeten "krank". Ihre Partien wurden mit jeweils 5:0 gewertet.

Mit einem Schmunzeln blickt Torsten Nagel auf den "leider sehr kurzen Heimwettkampf. Es haben diesmal die Alten gewonnen. Wir beide holten drei Siege."

Er und Norbert Schliebner bringen zusammen mehr als 100 Jahre aufs Parkett. Der RRC V rangiert auf Tabellenplatz vier. Diese Routiniers wollten von vornherein gar nicht aufsteigen", so Nagel. Eines der drei Neuruppiner Teams hätte ohnehin den ersten oder zweiten Rang verpasst.

Fürs Relegationsturnier qualifizierten sich der Erste und Zweite aus den drei Staffeln der Landesligen sowie die beiden besten Junioren-Teams. Es geht nun in zwei Wochen um drei Plätze in der Verbandsliga. Stammspieler Martin Otto wird dann weiterhin fehlen und durch Routinier Thomas Lukaszewicz ersetzt.

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Neues Spezialrad kommt aus Tschechien

Paket im Wert von 1600 Euro unterwegs

Im Zweikampf: André Schliebner vom RRC III und Jens Dreschler (rechts) für den RRC II.

Neuruppin (maha) Unerwartete Unterstützung bekommt der Ruppiner Radsportclub. Er erweitert seinen Fuhrpark um ein hochwertiges Rad. Etwa 1600 Euro ist das Spezialrad wert, das die Firma Gasitech sponsert.

"Das ist eine richtig tolle Geste", findet Abteilungsleiter Norbert Schliebner. Der Kontakt kam durch Radballer Torsten Hoppe zustande, der bei seinem Chef auf offene Ohren traf.

"Es soll in dieser Woche geliefert werden." Geordert wurde es in Tschechien.

Auf eine "erstaunliche Leistung" seiner U17-Junioren blickt Norbert Schliebner. Bei der Landesmeisterschaft in Ludwigsfelde erspielten sich Jospeh Schüler und Jonas El-Sirwy zwar nur den sechsten und damit letzten Rang - ein Remis gelang, vier Mal wurde verloren.

Aber sie haben sich vor allem gegen den Meister achtbar aus der Affäre gezogen". Das 1:10 täuscht, denn die anderen Konkurrenten verloren teilweise noch höher gegen das dominierende Großkoschener Duo.

Schliebner: "Diese Lehmann-Zwillinge sitzen seit dem vierten Lebensjahr auf dem Rad. Das ist ganz klar zu erkennen." Sie sind auch amtierender Deutscher Meister.

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Radballer im Schnelldurchgang aus der Halle

Zwei Gästeteams reisen nicht an

Neuruppiner Vereinsduell: Jens Dreschler (links) versuchte hier eine Position zu finden, um Marcus Nagel zu überwinden. Mit 2:1 für die Zweite endete das Spiel des RRC II gegen III.

Neuruppin (RA) Andy Nagel/Jens Dreschler haben am Sonnabend ihre Spitzenposition in der Radball-Verbandsliga verteidigt. Sie holten die Maximalausbeute von zwölf Punkten. Allerdings kam keine große Freude auf.

Das lag an den Absagen von beiden Finsterwalder Mannschaften. Wegen Krankheit jeweils eines Spielers mussten beide Vereinsteams beim Neuruppiner Turnier passen. Das Austauschen von Spielern zwischen den Mannschaften ist nicht möglich. Daher war es für die vier verbliebenen Teams ein extrem kurzer Wettkampftag.

Den kürzesten quittierte Nord-Berlin III. Für lediglich ein Spiel reiste der Tabellensiebte an. Wohl deshalb drehte er im Eröffnungsmatch mächtig auf. 3:3 hieß es zur Halbzeitpause gegen das junge Cottbuser Team. Ein viertes Tor erzielte Volker Cicha noch zum 4:3-Endstand.

Das vereinsinterne Neuruppiner Duell verlor im zweiten Match in der Sporthalle der Karl-Liebknecht-Schule der RRC III (Marcus Nagel/André Schliebner) mit 1:2. Doch das zweite Tagesmatch wurde mit 1:0 gegen Cottbus III gewonnen. Sechs weitere Zähler kamen aus den gewerteten Begegnungen mit Finsterwalde hinzu. Das führte zu einem Sprung in der Tabelle auf Rang vier.

"Sieben Punkte heute wären schön", hatte Abteilungsleiter Norbert Schliebner vor dem Wettkampftag als Ziel ausgegeben. Mehr ist für seinen Sohn und Marcus Nagel nicht drin, weil beide über ein arg reduziertes Training klagen.

André Schliebner nimmt im Normalfall die Reise wegen des Hobbys aus Kiel auf.

"Das sind 350 Kilometer. Freitags geht es dann für zwei Runden aufs Rad und am Sonnabend um Punkte", zollte Nagel seinem Mitspieler Respekt. Nur diesmal war der Stressfaktor gering. Eine Woche lang war André Schliebner schon bei seinen Eltern in Gildenhall und half beim Umbauen der Küche. "Das war Arbeitsurlaub", strahlte sein Vater.

Ein wenig Luft zur Abstiegszone haben sich Nagel/Schliebner verschafft. Das scheint nötig, denn in dieser Saison wird es wohl vier statt drei Absteiger geben, vermutet Norbert Schliebner.

"Koschen hat es schwer in der 2. Bundesliga." Kommt dieses Duo runter in die Oberliga, ist der letzte sichere Platz in der Verbandsliga vermutlich der achte.

Dass Andy Nagel/Jens Dreschler souverän in Richtung Oberliga-Rückkehr marschieren, stellten sie trotz leichter Beschwerden am Arm beziehungsweise Knie unter Beweis. Daran hätten auch die erkrankten Finsterwalder nichts ändern können.

15 Partien, ein Remis, eine Niederlage. Wer in der Verbandsliga einen Podestplatz erreicht, spielt nächste Saison in der Oberliga.

© Matthias Haack


Radballer haken Aufstieg ab

Göhlsdorf (gü) Für die Neuruppiner Oberliga-Radballer Olaf Lukaszewicz und Benjamin Trester ist der Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga bereits nach der Hinrunde ausgeträumt. Denn zum dritten Saisonturnier am Sonnabend in Göhlsdorf konnte das RRC-Gespann nicht antreten.

Die Folge: Alle angesetzten Partien wurde mit 0:5 Toren als verloren gewertet. Die Neuruppiner rutschten auf Tabellenplatz sechs ab. "Für uns ist die Saison damit so gut wie gelaufen", so Benjamin Trester. "Nur ein Wunder könnte uns noch auf einen Relegationsplatz spülen."

Trester ist enttäuscht, aber gefasst. Die Turnierabsage war nachvollziehber. Denn Olaf Lukaszewicz wurde in der Vorwoche Vater. Sein Sprössling erblickte jedoch früher als erwartet das Licht der Welt, sodass sich der junge Papa am Spieltag lieber um Mutter und Kind kümmerte, statt Radball zu spielen.


Turnierabsage kostet wetvolle Punkte


Trester hatte unter der Woche mit Routinier André Nagel eigentlich auch schon einen Ersatzmann in den eigenen Reihen gefunden. "Doch André hat sich am Donnerstag leider krank abgemeldet." Trester versuchte am Freitag vor Ort beim Training noch kurzfristig, Ersatz für den Ersatz zu finden. Vergeblich.

Wäre die erste Mannschaft des RRC am Sonnabend angereist, hätte sie zumindest drei Punkte sicher gehabt. Denn auch Cottbus I trat nicht an. Mit nun sechs Punkten Rückstand auf Rang drei und gar neun auf Platz zwei ist der Aufstiegszug für die Neuruppiner so gut wie abgefahren.

"Selbst wenn wir alle offenen Partien gewinnen würden, was ohnehin extrem schwer ist," so Trester, "müssten uns die Aufstiegskonkurrenten schon kräftig in die Karten spielen und oft patzten, sodass wir noch eine Chance haben, uns wieder oben reinzuspielen."

Die Rückrunde in der Oberliga beginnt am 8. April. Am 5. Spieltag im Mai haben die Neuruppiner Heimrecht.

© Ruppiner Anzeiger


"Wir holen das wieder auf"

Bisher ohne Punkt: Torsten Nagel musste erneut verletzungsbedingt passen.

DREI FRAGEN AN: Torsten Nagel, Radballer und Nachwuchstrainer

Neuruppin. Zum zweiten Mal konnte das fünfte Radballteam des RRC mit Torsten Nagel und Norbert Schliebner krankheitsbedingt nicht in der Landesliga antreten.

"Wir können ja zum Glück nicht absteigen", nimmt es Urgestein Schliebner mit Humor.

Auch Spielpartner Nagel sieht den "Fehlstart" eher gelassen, wie er den Sportredakteur Gunnar Reblin verriet. Er kümmerte sich derweil um den Nachwuchs des Vereins.

Abgeschlagen nach zehn Partien mit einer 0:5-Torewertung Schlusslicht. Kommt da Frust auf?

Ach Quatsch. Es ging eben nicht. Wir konnten beide nicht spielen und hatten auch keine Ersatzmänner. Halb so wild. Wir holen das auf (lacht laut).

Ohne Spielpraxis?

Die holen wir uns am 11. März beim Ü50-Cup in Lostau. Das wird sozusagen unser Warm-up.

Statt selbst zu spielen, haben Sie am Sonnabend das U13-Team mit Elias Thunemann und Leon Wagner in Göhlsdorf gecoacht. Wir lief es?

Es waren leider nur drei Teams statt erwarteter sieben vor Ort. so haben wir eine Hin- und Rückrunde gespielt, wobei nur zwei Spiele gewertet wurden. Gegen Luckau gab es ein 1:1, gegen Märkisch Buchholz eine 0:4-Niederlage.

Die Jungs haben super gekämpft. Ich bin zufrieden mit ihrem Auftritt. Jetzt steht noch ein Saisonturnier aus.

© Gunnar Reblin


Der blonde Blitz

Radball-Landesliga: Neuruppin VI mit Martin Otto holte satte zehn Punkte

Vereinsduell: Christoph Soika (links) bezwand Martin Otto beim Match von Neuruppin IV gegen Neuruppin VI mit 8:5. Beide RRC-Vertretungen konnten beim Heimturnier kräftig punkten.

Neuruppin (gü) Die vierte Radballmannschaft des Ruppiner Radsportclubs (RRC) bleibt das Nonplusultra in der Landesliga, Staffel Nord. Mit fünf Siegen beim Heimturnier wurd am Sonnabend der Spitzenplatz quasi zementiert.

Die Aufstiegsspiele zur Verbandsliga sind schließlich auch das erklärte Ziel von Christoph Soika und Eric Hoppe. Letzterer musste diesmal krankheitsbedingt passen. Dafür sprang Thomas Lukaszewicz ein. Das fünfte RRC-Team konnte auch beim zweiten Saisonturnier nicht antreten.

Zum Auftakt gab es ein torreiches Vereinsduell. Schnell lag die Vierte gegen die Sechste mit 6:0 vorn, ehe Martin Otto zweimal traf. Und Otto drehte mit zunehmender Spielzeit immer mehr auf.

Die 5:8-Niederlage in dieser Partie konnte er nicht mehr verhindern. Aber dafür setzte er zusammen mit Tosten Hoppe mit dem 6:4-Erfolg über Mühlenbeck IV ein dickes Achtungszeichen. Es blieb nicht das einzige an diesem Tag. Denn Otto war kaum zu halten.

Für Norbert Schliebner kamen die blitzschnellen Antritte seines Vereinskollegen wenig überraschend.

Martin ist der blonde Blitz", so Schliebner.

Die Sechste legte ein 5:5 gegen Hennigsdorf II und ein 7:3 gegen Hennigsdorf I nach. Dazu kam der kampflose Erfolg gegen die eigene Fünfte.

Mit nunmehr 19 Punkten wittern auch Torsten Hoppe und Martin Otto die Chance, an den Aufstiegsspielen teilnehmen zu können. Die Teams auf den Plätzen eins und zwei sind dabei.

© Gunnar Reblin


Der Standard ist des Meisters schärfste Waffe

Neuruppin (RA) Es läuft rund für das zweite Radballteam des RRC. Sieben Spiele, sieben Siege, der Kurs in der Verbandsliga ist klar definiert: Wiederaufstieg zur Oberliga.

"Das war ja im Sommer auch ein unglücklicher Abstieg", blickt Andy Nagel mit Wehmut zurück.

Im März voriges Jahr, also inmitten der Saison, zog er sich eine Adduktorenverletzung zu. "Plötzlich hat es knack gemacht", so Offensivspieler Nagel. Nicht nur dieser Spieltag war wegen seines Ausfalls missglückt, der folgende musste abgesagt werden. Die Begegnungen wurden als verloren gewertet. Ein Aufholen schien unmöglich.

Aber nun stehen Nagel und Jens Dreschler mit einer blütenreinen Weste da: Mit der maximal möglichen Punktzahl thronen sie. "Das ist schon ein Qualitätssprung zwischen Oberliga und Verbandsliga", weiß Nagel.

Schuss: Aus den Armen holt Andy Nagel die Kraft, um mit dem Vorderrad den etwa 600 Gramm wiegenden Hanfball zu stoßen. Er ist bei nahe doppelt so schwer wie ein Fußball.

Schneller und intensiver werde in der dritthöchsten Liga gespielt, abgezockter seien die Spieler. Genau das warfen Nagel/Dreschler am Sonnabend in die Waagschale, als sie im ersten von zwei Heimturnieren ohne überdimensionalen Aufwand alles gewannen. Kaum ein Wort fällt zwischen den Beiden auf dem Parkett, so vertraut sie.

Andy Nagel scheint zwar die Beschwerden an den Adduktoren los zu sein, doch im Moment bereitet der Ellenbogen des rechten Armes Sorgen. "Da ist eine Sehnenscheid-Entzündung drin. 14 Tage habe ich deshalb gar nicht trainiert." Er biss die Zähne zusammen und verwies auf das Pfund, mit dem sein Team wuchert: "Die Standards, das sind sozusagen die Waffen für uns, so wie beiden Fußballern die Elfmeter."

Seit 16 Jahren sitzen beide wieder im Sattel, nachdem sie eine ebenso lange Pause eingelegt hatten. Inzwischen ist der ehemalige DDR-Meister "ein Alt-Herren-Duo", wie Nagel schmunzelnd anführt. Aber Klasse und Lust sind keineswegs dem Alter gewichen: Dreschler ist 52 Jahre, sein Partner 50. Vereinzelt treten bei den Gegnern Fünfziger in die Pedalen, doch im "Großen und Ganzen sind es junge Kerle", weiß Andy Nagel.

Er ist nach wie vor begeistert, dass seine Radballer den Umzug aus der Rosenhalle ("unsere Kinderstube") in die Karl-Liebknecht-Halle so blendend hinbekommen haben - sowohl sportlich als auch logistisch. Ein wesentlicher Faktor: In vielen Sporthallen wird auf Kunststoffbelägen gespielt, bei Nord Berlin, in Ludwigsfelde und auch beim RRC aber auf Parkett.

"Das liegt uns."

Zu entdecken sind die Spuren der Reifen auf dem Parkett der Neuruppiner Schule schon, doch das liege am ungeeigneten Lack, erklärte Nagel. An mehreren Stellen ist im Dezember probeweise eine robuste Schutzschicht aufgezogen worden. Mit sichtbarem Erfolg. Daher deutet sich an, dass die komplette Sporthalle in den Sommerferien eine neue Deckschicht bekommen und damit versiegelt wird.

Läuft es nach Plan, bringt der RRC dann wieder zwei Mannschaften in der Oberliga an den Start. Denn Benjamin Trester/Olaf Lukaczewicz als RRC I liegen auf Rang vier (von zwölf) im vorderen Mittelfeld.

Der Radball in Neuruppin ist auch deshalb im Kommen, zeigt sich Abteilungsleiter Norbert Schliebner überzeugt, "weil wir inzwischen 16 Kinder trainieren. Acht sind in Mannschaften gemeldet."

Leider sei mit Lennox Zechlin eines der ganz großen Talente verzogen. Doch mit viel Üben können andere in seine Fährten steigen. Immerhin verfügt der RRC über Trainer, die auf extreme Erfahrung verweisen können.

Am Sonnabend richtet der RRC in der Karl-Liebknecht-Halle erneut einen Wettkampf aus: Ab 10 Uhr versuchen drei gastgebende Teams den Gegnern aus Mühlenbeck und Hennigsdorf Punkte zu entreißen.

© Ruppiner Anzeiger


Immer noch eine weiße Weste

Zweites Neuruppiner Radballteam gewinnt alle Spiele beim Heimturnier und führt die Verbandsliga ungeschlagen an

Mit einem 6:0-Sieg über Spremberg startete das zweite Neuruppiner Radballteam (hier Jens Dreschler) in das Heimturnier der Verbandsliga.

Neuruppin. Nach den vier Siegen beim Auftaktturnier der Verbandsliga behielt das zweite Neuruppiner Radballteam (Jens Dreschler/André Nagel) auch beim Heimturnier am Sonnabend seine weiße Weste.

Dreimal mussten die beiden routinierten Radballer auf das Spielfeld und siegten dreimal. Damit führt die Mannschaft die Verbandsliga mit einer weißen Weste an. Dem Ziel Wiederaufstieg in die Oberliga ist die Mannschaft damit einen großen Schritt näher gekommen.

"Wir wollen die durch Verletzungen so schwere letzte Oberligasaison und den damit verbundenen Abstieg schnell vergessen machen", hatte Jens Dreschler schon vor dem Saisonstart angekündigt und ließ mit seinem Partner André Nagel den Worten nun Taten folgen.

Zum Auftakt trafen Dreschler/Nagel auf Spremberg und zeigten schnell, wer Herr in der Neuruppiner Halle ist. Mit guten Kombinationen dominierten sie, erspielten sich Chancen und führten zur Pause schon 3:0, am Ende hieß es 6:0.

Die zweite Partie gegen das junge fünfte Team aus Ludwigsfelde verlief da schon ausgeglichener. Doch das seit Jahren eingespielte Team ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, spielte clever und siegte verdient mit 4:2. Zum Abschluss war Luckenwalde II der Gegner, der war chancenlos beim 0:4.

Beim nächsten Spieltag (11. März) in Berlin treffen beide Neuruppiner auf ihre derzeit noch ärgsten Verfolger, Ludwigsfelde IV und Brandenburg IV.

Auch für das dritte Neuruppiner Radballteam (André Schliebner/Marcus Nagel) war es ein erfolgreiches Heimturnier. Beide starteten zwar mit einer 1:4-Auftaktniederlage gegen Berlin III, doch danach klappte das Zusammenspiel wieder viel besser, die Aktionen wurden ruhiger und überlegter.

Nach einem sicheren 4:1-Erfolg über Spremberg spielten sie gegen Ludwigsfelde V geschickt und schafften ein 4:4. Zum Abschluss gab es ein umkämpftes Spiel gegen Luckenwalde II. Mit Glück und Geschicke gelang ihnen ein 4:3-Erfolg. Mit nun 14 Punkten auf dem Konto ist Neuruppin III derzeit Tabellensechster.

© Roland Möller


Perfekter Auftritt

Radballer Jens Dreschler und Andy Nagel kommen mit drei Siegen vom Parkett

Hoppla: Der Berliner Volker Chicha stolperte hier ins Rad von Marcus Nagel. Ein wenig überdreht wirkte der Berliner, der sich im letzten Turnierspiel wegen Meckerns erst die Gelbe, dann die Gelb-Rote und letztlich auch die Rote Karte einfing.

Neuruppin (RA) Die Neuruppiner Radballer nutzten am Sonnabend das Heimturnier, um ihre Aufstiegsambitionen zu unterstreichen. Andy Nagels/Jens Dreschlers Weste ist nach sieben Partien weiterhin blütenweiß. Sie wollen zurück in die Oberliga.

Die dritte Neuruppiner Mannschaft mit Marcus Nagel/André Schliebner hielt mit sieben Punkten den sechsten Tabellenplatz in der Verbandsliga. In der Sporthalle der Karl-Liebknecht-Schule entwickelte sich ein hitziges Turnier, in dem sogar Gelb und Rot gezeigt wurden. Schon im ersten Duell zwischen der dritten Mannschaft des Gastgebers und Nord Berlin III gab es Szenen, die fernab des Regelwerks stehen.

Noch immer sind die Neuruppiner Radballer auf ihrem Kurs Aufstieg zur Oberliga. In der sogenannten Eliteliga kamen Andy Nagel und Jens Dreschler (rechts im Zweikampf mit dem Spremberger Sören Kötzmer) am Sonnabend zu vier Siegen aus vier Spielen. Die Weste bleibt weiß.

Höhepunkt: Marcus Nagel trat Tim Körner nach dessen Foul ins Rad. Das blieb jedoch vom Schiri ungesehen. Die Neuruppiner ließen der 1:4-Niederlage ein 4:1 gegen Spremberg I folgen. Von Ludwigsfelde trennten sich Nagel/Schliebner 5:5-unentschieden. Nagel bekam diesmal aber die Gelbe Karte, weil er gegen das Rad von Marco Schröder trat.

Einige Fehler kosteten dem Gastgeber den durchaus möglichen Sieg. In der Schlußsekunde fiel sogar der Ausgleich für die Ludwigsfelder. Ihre Ruhe fanden die beiden Neuruppiner in ihrem letzten Tagesspiel wieder. Mit 4:3 holten sie den zweiten Erfolg und sind weiterhin Tabellensechster.

Das zweite Neuruppiner Team leistete sich keine Aussetzer. Schon in der ersten Partie trumpften Andy Nagel/Jens Dreschler souverän auf. Mit sechs Toren wurde der Tabellenneunte deutlich in die Schranken gewiesen, obwohl zu erkennen war, dass beide nicht Vollgas gaben. Zwei Siege folgten, sodass Nagel/Dreschler weiterhin die Gejagten in der Eliteliga sind. Diese klare Bilanz überrascht ein wenig, denn Nagel klagt über erhebliche Beschwerden am Ellenbogen.

Dass der technisch hoch anspruchsvolle Radball auch von Emotionen lebt, erlebten die etwa 20 Zuschauer am Sonnabend: Nicht nur Marcus Nagel bekam den Karton vor die Nase. Dem Berliner Volker Chicha zeigte Referee Benjamin Trester wegen Meckerns Gelb. Ruhe kehrte nicht ein. Nachdem das Mahnen für Chicha keinen Erfolg brachte, zückte der Neuruppiner Schiri Gelb-Rot. Das konterte der Verwarnte mit einem sehr unflätigen Kommentar. Trester zeigte Rot.

Kurios: Benjamin Trester ist nicht nur beim RRC Mitglied, sondern auch bei Nord Berlin und damit Vereinskollege von Volker Chicha. Trester, Spieler der ersten Neuruppiner Mannschaft, trainiert arbeitsbedingt mit Partner Olaf Lukaszewicz in Berlin. Eine deftige Strafe wird der Staffelleiter nun folgen lassen. Wahrscheinlich ist, dass der 51-jährige Routinier für den kommenden Spieltag gesperrt wird.

© Melanie Hoppe, Matthias Haack


Sieben von zwölf Punkten

Ruppiner Oberliga-Radballer unzufrieden

Berlin. Auf den vierten Platz der Oberligatabelle rutschte das erste Ruppiner Radballteam. Benjamin Trester und Olaf Lukaszewicz holten beim zweiten Spieltag in Berlin nur sieben von zwölf möglichen Punkten.

Zum Auftakt trafen sie auf den Konkurrenten im Aufstiegskampf, Brandenburg II. Die Ruppiner führten lange, vergaben die Chancen zur Entscheidung und mussten kurz vor Ende noch das 3:3 hinnehmen.

Gegen Ludwigsfelde I gewannen die Ruppiner sicher 5:2. Auch gegen Ludwigsfelde III ließen Trester und Lukaszewicz nichts anbrennen, gewannen 8:2.

Zum Abschluss traf man auf Berlin II. Überraschend ging der Gegner durch zwei Traumtore in Front. Neuruppin I drängte, schaffte das 1:2, doch prompt bestrafte Berlin einen Fehler mit dem 1:3. Neuruppin dominierte, agierte zu ungestüm, traf nur noch zum 2:3-Endstand.

© Ruppiner Anzeiger


RRC-Duo bringt sich unter Zugzwang

Radballer-Oberliga: Nur sieben Zähler in Berlin

Berlin (gü) Nur sieben statt möglichen zwölf Punkten holten Benjamin Trester und Olaf Lukaszewicz beim zweiten Oberliga-Spieltag in Berlin. Vor allem die abschließende 2:3-Pleite gegen Berlin II, gegen das das RRC-Duo im Training in schöner Regelmäßigkeit stets gewinnt, "tut weh", wie Trester veriet.

Brandenburg II - RRC, 3:3
Gegen den Mitfavouriten im Kampf um die Aufstiegsränge spielten die Neuruppiner stark auf, fürten lange Zeit.

"Es war ein hochklassiges Match. Wir haben es nur verpasst den Sack zuzumachen", so Trester.

Brandenburg gab zwar mehr Schüsse aufs Tor ab, das RRC-Duo hatte aber die weitaus besseren Möglichkeiten. Eine Minute vor dem Ende sahen sich die Neuruppiner nach einem Foul an Trester vom Schiedsrichter benachteiligt. Statt dem erhofften Pfiff mit der Folge eines Viermeters, durfte Brandenburg ausführen, fuhr einen Konter und traf zum Ausgleich.

Ludwigsfelde I - RRC, 2:5
Zur Pause führten die Fontanestädter überraschend klar mit 3:0. Eine Unachtsamkeit der Ludwigsfelder nutzte Trester mit dem Anstoß zur zweiten Halbzeit zum 4:0. Er zog sofort ab.

Der Neuruppiner dazu: "Sie hatten sich falsch postiert, sich mehr auf Olaf fokusssiert. Ich habe die Lücke gesehen und sofort abgezogen." Danach nahm das RRC-Gespann etwas Tempo raus. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr.

Ludwigsfelde III - RRC, 2:8
In dieser Partie konnten Lukaszewicz/Trester etwas fürs Torverhältnis tun. Der Gegener leistete sich haarsträubende Fehler und nahm sich durch häufiges Absteigen oft selbst aus der Partie.

Nord Berlin II - RRC, 2:3
Mit diesem Ausgang hatte keiner vor Ort gerechnet. Die Trainingspartner der Neuruppiner gingen durch zwei Sonntagsschüsse in Führung. Einmal flog der Ball durch den Rad-Rahmen von Torwart Olaf Lukaszewicz, beim zweiten Gegentor ließ Trester seinem Gegenspieler zu viel Raum, der aus der Drehung abzog und genau in den Winkel traf.

"Ein Traumtor", erkannte der Neuruppiner neidlos an.

Nach dem der RRC prompt verkürzen konnte, folgte mit der Pausensirene das 1:3. Im zweiten Duchgang spielten nur noch die Neuruppiner, ließen aber zahlreiche Chancen ungenutzt.

"Mindestens einen Punkt hätten wir sichern müssen, aber wir haben es zu oft mit der Brechstange probiert", so Trester.

Am dritten Oberliga-Spieltag (4. März) muss das RRC-Duo in Brandenburg antreten.

© Ruppiner Anzeiger


RRC-Radballer lassen wichtige Punkte liegen

Berlin (gü) Das erste Radballteam des Ruppiner Radsportclubs (RRC) bleibt auf Kurs Aufstiegsrelegation. Allerdings verlief der zweite Oberliga-Spieltag mit sieben Punkten aus vier Begegnungen nicht ganz nach dem Geschmack von Benjamin Trester und Olaf Lukaszewicz.

"Zufrieden ja, aber nicht glücklich" , so umschreibt Trester selbst das Stimmungsbild.

Im Topspiel gegen Brandenburg II verpassten die Neuruppinner beim 3:3 trotz Vorteilen den Sieg. Nach den Erfolgen gegen Ludwigsfelde I und III folgte jedoch noch eine extreme bittere 2:3 Pleite gegen Nord Berlin II.

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Gelungener Auftakt der Radballer

Mühlenbeck (mh) Mühlenbeck war am Sonnabend der Ausrichter des ersten Spieltages der Radball-Landesliga. Der RRC Neuruppin stellt dabei drei Mannschaften. Das Seniorenteam Torsten Nagel/Norbert Schliebner fehlte krankheitsbedingt.

Somit gaben sie eine gute Starthilfe für die anderen Vereinskollegen mit Christoph Soika/Eric Hoppe (Neuruppin IV) und Torsten Hoppe/Martin Otto (Neuruppin VI).

An diesem Spieltag wurde Otto jedoch durch Thomas Lukaszewicz ersetzt. Durch den Ausfall von Neuruppin V begann der Spieltag mit jeweils drei Punkten für alle anwesenden Teams. Neuruppin IV traf im ersten Vergleich auf Neuruppin VI.

Durch die gemeinsamen Trainingstage wusste natürlich jeder sehr genau, wie der andere spielt und schießt. Folgerichtig endete das Duell knapp. 2:1 gewann das Duo Soika/Hoppe. Gegen Hennigsdorf II bewies es gesteigertes Selbstvertrauen. Es wurde mit 8:1 gewonnen.

Gegen den Gastgeber Mühlenbeck reichte die Kraft nur noch zu einem Remis, nachdem der RRC zur Halbzeit im Rückstand gelegen hatte. Gegen Hennigsdorf II wurden alle Kräfte nochmals mobilisiert und in der letzten Minute mit dem 4:3-Siegtreffer belohnt.

Mit 13 Zählern stehen Soika/Hoppe nun auf Tabellenplatz eins. Auch für den RRC IV lief der Tag zur vollsten Zufriedenheit. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen nehmen Hoppe/Lukaszewicz neun Punkte mit nach Hause. Durch die Tordifferenz belegen sie nun Platz drei in der Gesamtwertung.

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Gelungener Saisonauftakt für Neuruppiner Radballer

RRC mit zwei Mannschaften am Start

Göhlsdorf (mho) Der brandenburgische Radballverein Victoria mit Sitz in Göhlsdorf richtete am Sonnabend den ersten spieltag der Radball-Verbandsliga aus.

Mit dabei war das Team Neuruppin II Jens Dreschler/Andy Nagel, das aus der Oberliga abgestiegen ist. Das Ziel der Beiden ist ganz klar definiert: der erneute Aufstieg in die Oberliga. Das sie dies auch umsetzen können, zeigte die volle Punktausbeute und mit zwölf Punkten der Sprung an die Tabellenspitze.

Schon im vereinsinternen Duell gegen die Dritte mit Marcus Nagel/André Schliebner zeigten sie mit einem 2:0-Sieg, das mit ihnen zu rechnen ist. Auch die Erfolge gegen Cottbus III (5:1) und Finsterwalde II (4:1) zeigten klar ihre Klasse. Den letzten Gegner Finsterwalde I deklassierten sie mit Leichtigkeit und holten den Sieg (6:2).

Auch Nagel/Schliebner wollen oben in der Verbandsliga mitmischen, trotz einer Niederlage und einem 3:3-Unentschieden gegen Finsterwalde I. Sie besiegten die beiden weiteren Gegner Cottbus III mit 4:2 und Finsterwalde II mit 5:3.

Mit sieben Zählern und Tabellenplatz sechs schlossen Nagel/Schliebner doch zufrieden den Spieltag ab, sind doch viele Teams punktgleich.

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Auftakterfolg mit Luft nach oben

Göhlsdorf (gü) Mit einer weißen Weste sind die Oberliga-Radballer des Ruppiner Radsportclubs (RRC) aus dem Saisonauftakt-Turnier gekommen. Mit drei Siegen aus drei Spielen untermauerten Olaf Lukaszewicz und Benjamin Trester ihre Ansprüche auf einen der ersten beiden Plätze, die nach Abschluss der sechs angesetzten Turniere zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga berechtigen.

Am Sonntag zeigte das Duo in Göhlsdorf, vor den Augen der ärgsten Rivalen aus Brandenburg, aber nicht sein wahres Leistungsvermögen. Nur knapp drei Stunden lagen bei Olaf Lukaszewicz zwischen dem Arbeitsende unter dem ersten Einsatz auf dem Parkett.

"Es war klar", so Teampartner Trester, "dass wir etwas Zeit brauchen, um reinzukommen. Und Olaf nach seiner Nachtschicht sowieso."

Dennoch führte der RRC gegen Aufsteiger Luckenwalde mit 2:0, ließ aber "die Souveränität vermissen", so Trester, um die Partie früh zu entscheiden. Nach dem 2:2-Ausgleich schoss sich das Duo erneut auf zwei Tore weg (4:2).

Trester: "Und wir machen es wieder spannend."

Ein leichter Konter brachte Luckenwalde kurz vor dem Ende auf 4:5 heran. Der erste Sieg wurde quasi über die Zeit gerettet.

Im ersten Match gegen Großkoschen III lagen die Neuruppiner zur Halbzeit 0:1 hinten. Erst zwei späte Ecken brachten den 2:1-Erfolg. 30 Sekunden vor dem Ende hämmerte Lukaszewicz die Kugel gar direkt vom Eckpunkt ins Netz. Grandios.

Trester gestand ein: "Gegen einen stark verteidigenden Gegner haben wir mit Glück gewonnen."

Ohne große Probleme wurde hingegen der dritte Sieg eingetütet. Großkoschen IV war mit der 1:3-Niederlage noch gut bedient, so oft trafen die RRC-ler Latte oder Pfosten.

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Radballer feiern drei Siege zum Auftakt

Göhlsdorf (gü) Einen erfolgreichen Start in die Oberliga-Saison 2017 hat das erste Radball-Team com Ruppiner Radsportclub hingelegt. Die Bilanz von Olaf Lukaszewicz und Banjamin Trester beim Auftakt in Göhlsdorf, der Heimatstätte des FSV Brandenburg, war makellos. Drei Spiele, drei Siege.

"Von den Punkten her ein super Auftakt, spielerisch war das aber sicherlich nicht berauschend", fasste Trester kurz zusammen. Gegen Luckenwalde starteten die Neuruppiner mit einem 5:4-Erfolg ins Turnier. Es folgte ein knapper 2:1-Sieg gegen Großkoschen III - "mit viel Glück", gestand Trester.

Weitaus souveräner wurde der 3:1-Erfolg über Großkoschen IV erspielt. Während die Gegner viermal aufs Parkett mussten, blieb es für das RRC-Team bei drei Auftritten. Sie belegen nach dem ersten Spieltag Tabellenplatz fünf.

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"Der Wunsch bleibt, wir wollen aufsteigen"

Parade: Olaf Lukaszewicz (im Tor) und will mit Spielpartner Benjamin Trester in die 2. Bundesliga aufsteigen.

Neuruppin (MZV) Am Sonnabend starten Olaf Lukaszewicz (25 Jahre) und Benjamin Trester (32) als Team in ihre fünfte Radball-Saison. Sie vertreten den Ruppiner Radsportclub (RRC) als einzig verbliebenes Gespann in der Oberliga, der höchsten Spielklasse im Land Brandenburg.

Vor dem Auftakt in Göhlsdorf (Gemeinde Kloster Lehnin) beim Heimturnier der Titelaspiranten FSV Brandenburg I und II, sprach Sportredakteur Gunnar Reblin mit dem Routinier des RRC-Duos, Benjamin Trester, über die Vorbereitung, Ziele und den Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Die Aufgabenverteilung beim Gespann Lukaszewicz/Trester, das seit einigen Jahren in Berlin trainiert, aber nach wie vor für den Heimatverein RRC in die Pedalen tritt, ist klar verteilt. Lukaszewicz ist als erstklassiger Torwart vornehmlich für die Tor-Verhinderung zuständig, Feldspieler Trester als versierter Schütze für die Tor-Erzielung.

Lukaszewicz ist nach seiner schweren Verletzung, die er beim Aufstiegsturnier voriges Jahr im Juli erlitt, rechtzeitig wieder fit geworden. Nach einem Schulterbruch, der keine Operation nach sich zog, und einer Finger-Fraktur sitzt der 25-Jährige seit September wieder im Sattel. Zum Saisonstart tritt der Neuruppiner direkt nach einer arbeitsreichen Nachtschicht an.

Schuss: Benjamin Trester tritt mit Olaf Lukaszewicz erstmals als Team Neuruppin I in der Oberliga an.

Was macht ein Radballer in der mehrmonatigen Pause zwischen der alten und neuen Spielzeit? Gibt es im Winter eine ähnliche Vorbereitung wie in anderen Sportarten, wie Fußball oder Handball, Herr Trester?

Benjamin Trester: Trainieren, trainieren, trainieren. Ab Beginn des Schuljahres kommen wir immer auch wieder in die Halle rein. Wir haben uns also seit August letzten Jahres mit einer Einheit pro Woche auf die Saison vorbereitet. Olaf macht nebenbei noch weitaus mehr als ich. Er geht ins Fitnessstudio. Dafür fehlt mir derzeit die Zeit.

Eine richtige Vorbereitung wie in anderen Sportarten gibt es nicht. Wir ziehen unsere Übungen durch, die wir seit Jahren machen. Da gehört eine Erwärmung dazu und dann vor allem Passübungen und, ganz wichtig, viel Torschusstraining für mich und demnach gleichermaßen viel Torwarttraining für Olaf.

Und wie gut vorbereitet ist das Team Trester/Lukaszewicz vor dem Oberliga-Auftakt am Sonnabend?

Wir haben leider nicht so viel Spielpraxis wie vor der letzten Saison sammeln können, weil wir diesmal nicht am Pokalwettbewerb teilgenommen haben. Im September war Olaf noch verletzt, ich hatte aufgrund meines Studiums auch wenig Zeit. Ansonsten hätten wir schon zwei, drei Turniere bis Dezember gespielt. Ich denke aber, wir sind nicht schlechter geworden als im Vorjahr. (lacht) Groß verbessert haben wir uns aber auch nicht. (lacht erneut). Lediglich unsere Taktik haben wir umgestellt.

Inwiefern?

Wir haben wieder die Seiten gewechselt, sprich, ich auf rechts, Olaf auf links. Ich drehe lieber über die rechte Seite ein, das liegt mir besser. Vor dem Aufstiegsturnier hatten wir umgestellt, da habe ich mich dann meist in den Gegner reingedreht. Jetzt passt wieder alles - wir fühlen uns beide so wohler.

Welche Rolle kann das einzig verbliebene RRC-Team in der Oberliga spielen?

Jetzt sind wir Team Neuruppin eins. Das ist uns schon wichtig. Es hat sich zwar aufgrund der sportlichen Situation, also den Abstiegen der beiden anderen Teams von selbst ergeben. Aber schon vor der letzten Saison waren wir das stärkste und erfolgreichste Team, hätten Team eins sein müssen, spielten aber unter dem Namen Neuruppin zwei.

Um zur Frage zurückzukommen: Unser Ziel muss sein, unter die ersten Drei zu kommen. Also sollten wir auch eine gute Rolle spielen können.

Werden die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga, die im Vorjahr erreicht, der ganz große Coup aber ausblieb, erneut ins Visier genommen?

Natürlich. Unser Wunsch bleibt bestehen. Wenn's machbar ist, wollen wir aufsteigen. Zunächst einmal geht es aber darum, dass wir uns mit Platz eins oder zwei für die erste Vorrunde der Relegation qualifizieren.

Sechs Turniere sind bis Mitte Mai angesetzt. Was muss passieren, damit das Neuruppiner Duo von Beginn an um die wichtigen ersten drei Plätze mitspielen kann?

Zunächst einmal haben wir alle Mannschaften schon einmal geschlagen. Wichtig wäre, keine Punkte gegen vermeintliche schwächere Team abzugeben. Wir dürfen uns da keine unsinnigen Unentschieden leisten. Und wir müssen zumindest gegen ein Brandenburger Team gewinnen. Das sollte reichen, um vorn dabei zu sein.

Wer sind die ärgsten Konkurrenten, sprich die Top-Teams der Liga?

Brandenburg habe ich schon erwähnt. Die erste Mannschaft ist aus der 2. Bundesliga abgestiegen, die zweite war letzte Saison Erster. Das sind unsere größten Rivalen. Dazu kommt immer eine Überraschungsmannschaft. Im Vorjahr waren die Teams von Platz eins bis sechs annähernd auf dem gleichen Niveau. Und Luckenwalde, den Neuling, sollte man meines Erachtens auch nicht außer Acht lassen.

© Gunnar Reblin